Der Weg zum Anfang

 

 

Der Anfang des Weges, offen er ist

und alles Möglich scheint.

Vieles erschließt, doch im Kreise gehen

unmöglich das Ende erreicht.

 

Gehen bedeutet auch Stolpern

fallen und ausrutschen im Schlamm.

Mit Mühe ständig neu aufstehen,

Verzweiflung von Mal zu Mal.

 

Den Anfang wieder  erreichen.

Rechts oder Links ist es gleich?

Mit neuer Kraft und neuem Mut

ans Ende  jetzt endlich gelangt.

 

 

Respekt

 

Respekt vor dem Leben, Achtung vor dem Tod.         

Ehrfürchtig die Taten des einzelnen.

Sanftmut und Stärke im Leiden der Not.

Philosophie des Lichts in Geduld erlernen.

Erkennen des Mitgefühls im Ganzen der Moral.

Kodex der Ehre im Geist sich verbinden.

Tugenden und Lektionen im Glauben das Futteral.

 

 

 

 

  Schmerzliche Wahrheit

 

Lange dauerte es bis sie aufwachten.
Stumm und weinend lagen nieder.
Die unwiderruflichen Worte betrachtend,
erhoben sie sich nur langsam wieder.

Denn mit dem Licht, dem Licht der Wahrheit
das sie so lange nicht gewahrten,
erkannten mit schmerzlicher Bitterkeit
die Lüge, die sie für solange wahr gehalten.

 

 

 

Fremdes Land, fremde Heimat

 

Vertrautes Land meine Heimat war,

ich in ein fernes, fremdes kam.

Viel unbekanntes dort dann sah,

manch Zeit war ich dann einsam.

 

Plötzlich ein seltsam, sehnsüchtiger Ruf.

In diesem eigenartig fremden Land,

Freundschaft ich und die Fremden schuf,

formten ein unsagbar, festes Band.

 

Jetzt lebe ich im Land der Ferne

und schleiche still zur Heimat fort.

Fremdes als vertrautes erlerne

und Vertrautes nun ein fremder Ort

 

 

Kleine Ode - Abschied eines Helden

 

 

Du erinnerst dich nicht,

schreist in die Welt hinaus.

Aus dem Schutz der Dunkelheit

die Höhle verlässt.

Du erinnerst dich nicht,

mit Schmerzen geschoben

das Licht erblickst.

Weich, in Mutters Schoss gehoben.

 

Du erinnerst dich nicht,

wankst in die Welt hinaus.

Von Mutters Schoß gezogen

die ersten Schritte wagst.

Du erinnerst dich nicht,

willst so vieles erzählen.

Worte sich formen, Lachen sich bildet.

Jetzt, erinnerst du dich?

 

Die Zeit verrinnt, erinnere dich.

Mit großen Schritten du gehst,

von Mutters Schoß herabgestiegen

Mit dem Schwert in der Hand,

dem Bogen auf dem Rücken.

Weit, weit weg in das Land,

den dunklen Schatten entgegen.

Erinnerst du dich?

 

Die Wege kreuzen, erinnere dich.

Das Schicksal nimmt dich mit.

Dem Soldatenheer entgegen,

Tränen zum Abschied geweint.

Eid und Schwur auferlegen.

Stolz und Mut dich nun begleiten.

Zum Krieger mit dem Schwert vereint

Erinnerst du dich?

 

Die Zeit verrinnt, erinnere dich,

du hast die Schatten gesehen.

Des Feindes Blut vergossen,

viel Leid und Schmerz verziehen.

Die innere Flamme verlischt,

stumm ist dein Schrei.

Das Heldentum genossen,

Erinnerst du dich?

 

Die Stille Zeit, erinnere dich.

Die Zeit der Klagen verstummt.

Ein Lied erklingt vom jungen Held,

fiel mit erhobenem Haupt.

Das Licht, er lächelnd vernimmt,

ein weißes Schiff auf ihn wartet.

Bereit zur nächsten Reise, er wiederkehrt.

Wir warten. Erinnern wir uns?

...und dann wurde die Erde wütend

Ein Licht im Dunkel es wurd zur Sonne,

Planeten drum herum geboren.

Und der kleinste unter ihnen, welche Wonne,

der Bruder, von ihr auserkoren.

 

Im Licht der großen Schwester,

schwebte der Kleine als blauer Planet.

Und bald schritten Söhne und Töchter

sowie andere große Lebewesen dahin.

 

Lange Zeit lebten diese Wesen

bis große Steine vom Himmel schossen.

Durchgerüttelt der Erdball von diesen, 

alles Leben dahin, ein Zeitalter abgeschlossen.

 

Nur ein Pterosaurus überlebte das Verderben

denn er flog hoch oben in der Wolkenmasse.

Blickte hinunter und sah das Sterben.

Jetzt war er der letzte seiner Rasse.

 

Viele Zyklen umkreiste der Saurus

weit, weit oben die heimatliche Bleibe.

Schwebte mit Mutter Erde im Rythmus

bis die Neugier rückte ihn zu Leibe.

 

Freudig durchstieß er die Nebelschwaden

in Hoffnung auf andere jener Arten.

Erschrocken aber sah er den Schaden,

atomare Bomben diese Wolken waren.

 

Blitzschnell flog der Saurus weiter,

sein Unmut weit hinaus erschallte.

Und als Schatten eines Riesengleiters,

Wut und Verzweiflung in ihm aufwallte.

 

Als Wächter die blaue Mutter ihn erwählte.

Zeit um Zeit er durch die Wolken schwebte,

fand wunderschöne Orte und erzählte

von vielen Tieren die dort lebten.

 

Doch dann entdeckte Ptero Schreckliches

die winzigen Wesen, Menschen sie hießen,

verletzten die Natur beträchtlich.

Raubbau und Verschmutzung sie hinterließen.

 

Wütend wurde jetzt die Kleine Erde,

denn sie wollte noch sehr lange leben.

Rief alle Elemente, die ihre Armee nun werde.

Und mit großer Wucht ihr Zorn erbebte.

 

Schwester Sonne und der Mond zur Hilfe eilten

schmolzen Eis und gaben Kraft.

Die Krieger sich auf der ganzen Welt verteilten,

bis die Reinigung war geschafft.

 

Nur Pteros überlebte die große Zerstörung,

flog hoch oben über dem Chaos.

Blickte nachdenklich auf die neue Ordnung.

Viele Zyklen wieder vergehen. Hoffnungslos?

Mitglied bei twago